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Gourmetkaters Grüntipp: Pflanzenjauche

 

Pflanzenjauche
Pflanzenjauche


Heute gibt es von mir einen kleinen Tipp für das umweltfreundliche Gärtnern im heimischen Garten. Denn diese Hinweise für den umweltfreundlichen Garten möchte ich an dieser Stelle wieder öfters bringen. Deshalb gibt es auf diesem Blog ab sofort die neue Rubrik: Gourmetkaters Grüntipp!

Heute möchte ich das Thema Pflanzenjauche aufgreifen. Denn wie meine Stammwähler wissen, trägt mein Fuhnegarten das Siegel Natur im Garten. Und weil ich hinter den Regeln von Natur im Garten stehe, verzichte ich natürlich auf Mineraldünger. 
Das klingt recht simpel. Aber wer schöne Zucchini und Gurken ernten möchte, wird bald feststellen: Die Pflanzen beginnen zu hungern. Und da kann noch so viel Kompost im Boden sein, die Pflanzen können die Nährstoffe einfach nicht erschließen. Ganz schlimm wird das Thema Hunger, wenn man wie in diesem Jahr immer noch hinter der standortüblichen Wasserbilanz des Bodes hinterher hinkt. (Ja, genau deshalb sehen die Bäume jetzt schon aus wie im Herbst)
Doch was nun? Geld für teure Öko-Dünger ausgeben? Ach was! Ich habe da die Lösung für Sie. Und das tolle für den Geldbeutel ist, daß dieser Dünger nichts kostet! Und wovon rede ich? Ganz einfach:

Pflanzenjauche aus eigener Herstellung!

Ich habe vor Jahren schon einmal über dieses Thema geschrieben. Dort ging es um Brennessel-Jauche.
Hier geht es zum alten Beitrag:
Merken Sie etwas? Genau, so lange Zeit haben wir schon Dürre: 2013 bis 2021

Inzwischen bin ich schon weiter. Denn im Moment verwende ich in meinem Garten eine Pflanzen-Jauche aus Brennessel, Beinwell, Löwenzahn und mehr. Eben was man gerade im Garten wachsen hat. Den Hauptanteil bildet immer noch die Brennessel, die ich im Garten für verschiedene Dinge wie Tee, Kräutersalz, etc anbaue. Dazu kommt Beinwell, den die Bienen so mögen. Und eben Löwenzahn, Schachtelhalm (wächst auf unserem guten Boden nur langsam) und andere.

Alles wird klein geschnippelt, daß dieser Salat in einen alten Eimer paßt. Nun nehme ich Wasser und fülle den Eimer mit den Kräutern randvoll. Noch schnell ein Deckel auf den Eimer. Für den Hinweis mit dem Deckel werden Sie mir noch danken. Und schon darf der Inhalt im Eimer vor sich hin gären. Nach wenigen Tagen ist der Bio-Dünger fertig. 

Jetzt muß man bei der Anwendung ein wenig Planung zeigen. Denn diese Jauche kann in unverdünnter Form den Pflanzen schaden. Deshalb nutze ich meine 10-Liter-Gießkanne und eine leere 415g-Katzenfutter-Dose. Die Futterdose entspricht der menge Jauche, die ich in der Gießkanne mit 10 Liter Wasser mische. Dann habe ich die perfekte gebrauchsfertige Düngermischung. 

Nun einfach Zucchini, Gurke und Co. damit gießen. Sie werden sehen, wie die sich die die Blüten lecken!

Als Zeitpunkt der Düngung sollte man am besten trübes Wetter nutzen, damit die Sonne nicht die Pflanzen verbrennt. Praktisch ist es auch, wenn der Nachbar gerade grillen möchte. Der freut sich dann über den Duft. Das hat er davon, wenn er mir nichts abgibt...

Der Duft verfliegt leider viel zu schnell. Und ich werde nun erst recht keine Grillwurst bekommen. Dafür haben meine Pflanzen nicht nur beste und organisch verfügbare Nährstoffe erhalten, sondern der Boden auch neue wertvolle Mikroorganismen. Die für mich den Boden fruchtbar machen. Und dies wollen wir in einem echten Naturgarten!

Und weil ich heute gut drauf bin, noch ein kleiner Grüntipp: Pflanzen Sie doch einfach Leguminosen wie bunte Bohnen und Erbsen mit in das Blumenbeet! So bekommen meine Blumen nebenbei noch Stickstoff als Düngung! Und es sieht gut aus und schmeckt köstlich auf meinem Teller!

Bunte Erbsen
Bunte Erbsen im Blumenbeet


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