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Die Kompostwürmer ziehen ein!

 


Nach all den Jahren mit Hitze und Dürre habe ich beschlossen, ich muß unbedingt den Humusgehalt in meinem Gartenboden erhöhen. Das ist notwendig, damit mein Boden in den Kräuterbeeten besser das wenige Wasser speichern kann. Vom Humus, oder besser gesagt: den Ton-Humus-Komplexen, kann man nie genug im Beet haben. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn mit Mulch und einem völlig ausgetrocknetem Boden kann man keinen Humus aufbauen. 

Der Humus muß für den Boden praktisch "vorverdaut" werden. Und wer kann das Besser als Kompostwürmer?! Die Kompostwürmer verdauen gute Küchenputzreste, produzieren besten Wurmkompost, der genau das richtige Mittel für die Bodenfruchtbarkeit und das Wachstum meiner Pflanzen ist. Besonders dann, wenn man den Wurmhumus in Form von Terra Preta anwenden will.

Es ergab sich, daß ich zu diesem Thema einen Workshop im Kloster Michaelstein im Harz besuchte. Terra Preta war schon immer mein Ziel, die Herstellung dessen erschien mir zuvor aber immer zu aufwendig und teuer (Kohle im teuren Pyrolyse-Ofen herstellen e.t.c.).

Das man Terra Preta aber im Grunde sehr einfach und billig herstellen kann, war für mich das Resultat dieses Seminars. Wichtig sind eben diese Kompostwürmer, am besten in einer Wurmfarm gehalten.

Ich war zu faul, mir eine Wurmfarn zu bauen. Deshalb habe ich mir eine gekauft. Denn die Kompostwürmer habe ich gleich mitbestellt, damit ich mein Projekt noch im Herbst starten kann.

Jetzt habe ich also die Wurmbox mit 3 Siebeinlagen, Kokossubstrat für den Start, 500 Kompostwürmer und eine Hanfmatte zum Abdecken. Die Kompostwürmer bitte nicht mit den Tauwürmern im Garten verwechseln.

Die Wurmkiste war schnell aufgebaut: Fuß, Wanne für den kostbaren Wurmtee mit Ablaßhahn...

Fertig ist dann dieses Ergebnis:


Für den Start benötige ich erst einmal 1 Siebeinsatz, das Kokossubstrat und die Würmer. Und natürlich die Abdeckmatte.


Der Siebeinsatz kommt in der Wurmbox auf die Sammelwanne.


In die Gitterbox lege ich nun 1-3 Lagen Zeitungspapier


Auf die Zeitung lege ich nun das Futter für die Würmer. Schälabfälle von Kürbis, Kartoffel, Äpfeln, Gurken, Kaffeesatz und mehr. Keine Zwiebel oder Knoblauch!


Darauf verteile ich das mit der Wurmkiste gelieferte Kokos-Substrat. Das Substrat hatte ich vorher eingeweicht. Das alles steht aber auch in der mitgelieferten Anleitung. damit sollen sich meine Kompostwürmer nach dem Einzug richtig wohl fühlen!


Jetzt wird es spannend! Meine neuen Bewohner ziehen in die Wurmkiste! Die Kompostwürmer wurden in Blumenerde geliefert. Sie waren noch sehr agil.



Sind sie nicht schön?! Meine Kompostwürmer.


Kompostwürmer lieben Pappe. Denn sie benötigen die Zellulose darin. Also gab es von mir noch Pappe dazu.


Die Reise war für die kleinen Kompostwürmer garantiert sehr anstrengend. Deshalb kommt schnell noch die Hanfmatte über das neue Zuhause. Schlaft schön, meine Lieben...


Der Deckel kommt noch nicht auf die Box. Denn nach dem Transportstreß brauchen die Würmer noch Luft. Und das Licht soll verhindern, daß die Würmer mir nicht ausbüxen.


In der Anleitung zur Wurmbox stand, man solle die ersten Tage 24 Stunden pro Tag eine Lichtquelle über der Box haben. Ich kann nur sagen: Wie wahr!
Die Kompostwürmer waren so agil und flott, daß sie bei sofort die Umgebung untersuchen wollten. Ohne Licht, welches sie zurück in die Dunkelheit meiner Wurmbox treibt, wären alle Würmer schon längst im Garten verschwunden. Aber im Moment steht die Wurmfarm in der Scheune unter einer Lampe. Und ich konnte die Würmer wieder einsammeln.

Aber jetzt am 2. Tag werden die Kompostwürmer ruhiger. Vieleicht lag es auch daran, daß es jetzt Tomaten und Gurken mit zerstoßenen Eierschalen als Futter gab. Vielleicht hat es sie nun satt und gemütlich gemacht.

Inzwischen habe ich sogar den Deckel auf die Box gelegt. 

Wenn der unterste Korb der Box voll ist, wird der 2. Korb darauf gestellt. Nun wird im leeren Korb gefüttert. Ist der 2. Korb voll. Stelle ich den dritten Korb darauf. Die Würmer wandern durch die Bodenlöcher im Korb nach oben dem Futter hinterher. Aber das dauert noch ein Weilchen.

Jetzt müssen die Kompostwürmer erst einmal fleißig Wurmhumus produzieren. Wie es weiter geht folgt später...

Demnächst:

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